Der Streikzug rollt weiter!

Lohnmauer in der Ernährungswirtschaft einreißen!

Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Beschäftigten bei Frosta, Cargill, Bautz’ner Senf (Develey) und Vandemoortele Lipids in den Warnstreik getreten sind, rollt der Streikzug auch in dieser Woche weiter durch die Betriebe der sächsischen Ernährungswirtschaft.

Los ging es in dieser Woche mit dem ersten Warnstreik bei Lausitzer Früchte. Am Dienstag folgten die Kolleginnen und Kollegen von KNORR (Unilever) in Auerbach. Auch sie haben es satt, deutlich weniger zu verdienen, als die Kolleginnen im Westen. Solidarität gab es vom Konzernbetriebsrat von Unilever Deutschland. Auch dieser unterstützt die Forderung der Lohnangleichung!

Alle aktuellen Informationen zu den Warnstreiks in der Ernährungswirtschaft Ost gibt es auch auf unserer Facebookseite.

 

Hintergrund:

Die Beschäftigten im Tarifgebiet der Ernährungswirtschaft Sachsen fordern eine Angleichung ihrer Löhne an das Niveau vergleichbarer westdeutscher Betriebe und Tarifgebiete. Im Tarifgebiet bestehen noch Lohnunterschiede von bis zu 800 Euro beim monatlichen Entgelt. Zudem fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dass die untere Lohngruppe mindestens 12 Euro betragen muss und die anderen Lohngruppen entsprechend angepasst werden.

Der sächsische Arbeitgeberverband Nahrung und Genuss weigert sich, über eine Angleichung der Löhne zu verhandeln. Stattdessen empfahl dieser seinen Mitgliedsbetrieben, die Entgelte „freiwillig“ um 3 Prozent zu erhöhen. Die Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Offensichtlich wollen sie sogar die Corona-Zeit für Verzögerungen ausnutzen. Aber nicht mit uns. Im 30. Jahr der Deutschen Einheit muss die Lohnmauer endlich fallen.

Das Tarifgebiet der Ernährungsindustrie Sachsen umfasst insgesamt über 1.300 Menschen in einem Dutzend Betrieben. Dazu gehören Unternehmen wie FRoSTA, das Cargill Ölwerk, Bautz’ner Senf (Develey), Jägermeister in Kamenz, Lausitzer Früchteverarbeitung in Sohland, Sonnländer Getränke (EDEKA) in Rötha, das Unilever Werk Auerbach und die Vandemoortele-Werke in Dommitzsch und Dresden.