Beschäftigte bei McDonald´s in Berlin legen Arbeit nieder!

Systemgastronomie

Beschäftigte der McDonald‘s Filiale in der Clayallee in Berlin-Zehlendorf haben für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie fordern ein Ende der Armutslöhne und einen Einstiegslohn von mindestens 12 Euro in der Stunde. Derzeit zahlt McDonald‘s neuen Beschäftigten nur den Mindestlohn, auch langjährig Beschäftigte verdienen kaum mehr Geld.

Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke. Sie leiden unter einer enormen Arbeitsbelastung, werden aber mit Hungerlöhnen abgespeist. Die Fast-Food-Ketten machen Milliardenumsätze und setzen dabei auf das Geschäftsmodel Armutslohn. Damit muss Schluss sein. Die Beschäftigten bei McDonald‘s und in anderen Fast-Food-Ketten haben Respekt und armutsfeste Löhne verdient.

In Berlin arbeiten rund 2.000 Beschäftigte beim Branchenprimus McDonald’s. Hinzu kommen die Mitarbeiter anderer „Systeme", z.B. bei Nordsee, BurgerKing, Starbucks, Vapiano, L’Osteria oder Pizza Hut. Bundesweit arbeiten 120.000 Beschäftigte in der deutschen Systemgastronomie.

Die bundesweiten Lohnverhandlungen in der Branche stocken. Die Arbeitgeber im Bundesverband der Systemgastronomie boten zuletzt an, in der untersten Lohngruppe einen Stundenlohn von 9,48 Euro zu zahlen. Das sind nur 13 Cent mehr als der gesetzliche Mindestlohn und ein Hohn für die Beschäftigten, so die Gewerkschaft.