Streik beim Getränkeproduzenten Emig in Calvörde

Systemrelevant aber nichts wert?

Am heutigen Donnerstag sind die Beschäftigten des Getränkeproduzenten Emig in Calvörde in einen zweistündigen Warnstreik getreten. Hintergrund ist die Tarifrunde in der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie und Mineralbrunnenindustrie Niedersachen/Bremen, in dessen Tarifgemeinschaft der Calvörder Betrieb Mitglied ist.

Bisher konnte sich auf keine Entgelterhöhung geeinigt werden. Das letzte Angebot der Arbeitgeber lehnte die NGG-Tarifkommission als unannehmbar ab. „Von uns wird immer mehr Leistung, mehr Belastbarkeit, mehr Flexibilität abverlangt. Das jedoch spiegelt sich nicht im Portemonnaie wieder. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben in der Krise die Versorgung der Bevölkerung durch extremen Einsatz sichergestellt. Sie waren und sind flexibel. Wir wollen einen Tarifabschluss der dem gerecht wird“, erklärt Thomas Michaelis, Mitglied der NGG-Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzender des Betriebes Calvörde.

Die nächste Tarifverhandlung findet am 26. August 2020 statt. Der heutige erste Warnstreik ist der Auftakt von vielfältiger Aktionen in den Betrieben der Tarifgemeinschaft und soll ein deutliches Zeichen setzen, um Bewegung in die Verhandlungen zu bringen.

Die Firma Emig Calvörde ist ein Tochterunternehmen der Unternehmensgruppe Refresco. An dem Standort Calvörde arbeiten ca. 230 Beschäftigte.