Verhandlung Teigwaren Riesa am 25.03.2019 leider ohne Fortschritt

Chemnitz, 26.03.2019

Am 25.03.2019 fand die zweite Runde der Tarifverhandlungen bei traditionsreichen, ostdeutschen Nudelproduzenten Teigwaren Riesa statt. Die Arbeitgeberseite war personell fast komplett neu aufgestellt.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte zuvor dem Unternehmen fast vier Wochen Vorbereitungszeit eingeräumt. Auf die am 16.01.2019 übergebenen Vorschläge für die Tarifverträge gab es nur ein 4-seitiges Material mit Vorschlägen zu Entgeltgruppen, ohne den Euro-Wert der einzelnen Gruppen mitzuteilen. Auch auf Nachfrage waren diese nicht zu bekommen. Dafür wurde aber mitgeteilt, dass diejenigen Arbeitnehmer die gegebenenfalls einzelvertraglich schon mehr Entgelt hätten, künftig Kürzungen akzeptieren müssten. Einen Kompromissvorschlag der NGG, wenigstens den Manteltarifvertrag der sächsischen Ernährungsindustrie zu vereinbaren, wurde abgelehnt. Dies hätte als ein Signal des guten Willens an die Beschäftigten gewertet werden können. Leider erklärte die Arbeitgeberseite, sie könne sich zum Thema Manteltarifvertrag erst kurz vor Ostern erklären  „Ich hatte gehofft, dass die Arbeitgeberseite nach 5 Streiks und 10 Wochen Zeit mit konkreteren Vorstellungen reagiert. Der Berg kreißte und gebar nicht einmal eine Maus“, so Verhandlungsführer Uwe Ledwig. Ledwig abschließend: „Schade, aber es sind ja noch 5 Tage Zeit, um sich zu besinnen. Die Friedenspflicht läuft am 31.3.2019 aus.“

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