Warnstreik bei den Süßwarenherstellern Wilhelm Reuss und Bahlsen

Berlin, 12. August 2019

Für höhere Löhne treten am 13. August bei der Firma Wilhelm Reuss (Krüger-Gruppe) die Beschäftigten der Frühschicht in einen mehrstündigen Warnstreik. Am morgigen Mittwoch, den 14. August folgen die Beschäftigten der Firma Bahlsen mit einem 24-Stunden-Warnstreik.

Aufgerufen dazu hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) um Druck zu machen für die Tarifverhandlungen der ca. 2.000 Beschäftigten der Süßwarenindustrie Berlin.

Wir streiken, weil die Arbeitgeber stur sind und uns einseitig ihre Vorstellungen diktieren wollen. Die Arbeitsbelastung in der Süßwarenindustrie mit ihrer Schichtarbeit hat enorm zugenommen. Dazu kommt, dass Berlin Spitzenreiter bei der Mietentwicklung ist. Die Beschäftigen brauchen deutliche Entgeltsteigerungen vor allem die unteren Lohngruppen“, erklärt Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Vorsitzender der NGG Ost.

Die 2. Verhandlungsrunde am 26. Juli blieb ohne Ergebnis. Die Arbeitgeberseite beharrt bisher darauf, lediglich die Tarifergebnisse anderer Bundesländer zu übertragen und will die besondere Lage in Berlin nicht sehen. Zu dem Tarifgebiet Süßware Berlin gehören neben den Unternehmen Bahlsen und Wilhelm Reuss (die Brotaufstriche für Lidl und ALDI produzieren) auch die Berliner Werke der Süßwarenhersteller Stollwerck und Storck sowie Moll und Lemke.

Die Warnstreiks sind der Auftakt für weitere Aktivitäten in den kommenden Wochen bis zum 3. Verhandlungstag am 18. September 2019.

Kontakt: 030 - 399 915-28

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