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Ditsch – Erkenne die Zeichen der Zeit!

Starkes Streiksignal der Beschäftigten an die Unternehmenszentrale
9. липень 2026

Die Beschäftigten der Brezelbäckerei Ditsch senden gegen noch bestehende Lohnunterschiede im Unternehmen ein eindrucksvolles Signal an die Unternehmenszentrale in Mainz. 

Auch am zweiten Tag eines 40-Stunden-Streiks gab es eine große Beteiligung. Die Streikversammlung fasste den Beschluss erneut und länger zu streiken, falls in der Tarifverhandlung am kommenden Mittwoch keine Einigung gelingt. Auch der Besuch einer Streikdelegation in der Unternehmenszentrale in Mainz wird diskutiert.

Die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft NGG kämpfen seit Wochen für höhere Löhne in Europas größter Brezelbäckerei am Standort Oranienbaum, Sachsen-Anhalt. Sie wollen weg vom Mindestlohn und bestehende Lohnunterschiede zu vergleichbaren Betrieben im Westen und auch zur Brotindustrie Ost abbauen. Diese belaufen sich auf bis zu 30% oder 1.000 Euro im Monat.

Ditsch muss endlich die Zeichen der Zeit erkennen. Billiglohn Ost bei Ditsch ist vorbei. Die Beschäftigten erwarten ein neues deutlich verbessertes Angebot am kommenden Mittwoch. Sonst wird erneut und länger gestreikt,“ erklärt Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Vorsitzender der NGG Ost. 

Nach einem Streik-Aufruf der Gewerkschaft NGG ist die Produktion in der Brezelbäckerei Ditsch Oranienbaum weitgehend zum Erliegen gekommen. Mit Beginn der Spätschicht um 14 Uhr bis Samstagmorgen um 6 Uhr ruht die Arbeit für insgesamt 40 Stunden. Hintergrund sind stockende Tarifverhandlungen. In einer Abstimmung haben 88 % der befragten Gewerkschaftsmitglieder bei Ditsch das vorliegende Angebot der Arbeitgeberseite abgelehnt. Es sieht vor, die Löhne in drei Jahren stufenweise, um ca. 12 % anzuheben. Die Lohnlücke zu vergleichbaren Tarifgebieten liegt jedoch bei 20 % - 30 %. Und dort erfolgen im Zeitraum ebenfalls Erhöhungen. 

Am Mittwoch kommenden Woche (15. Juli) findet die 6. Tarifverhandlung statt. Betroffen sind 14 weitere Betriebe der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt.


Betriebe des Tarifgebietes Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt:

Neben der Brezelbäckerei Ditsch in Oranienbaum gehören noch folgende Betriebe zum Tarifgebiet: Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei in Freyburg, vier Betriebe der LIDL-Kaufland-Gruppe: Großbäckerei Bonback Halle sowie die Werke des Getränkeherstellers MEG Leißling, Jessen und Roßbach (alles Schwarz-Produktion), der Feinkosthersteller Füngers in Oranienbaum, die Pizzahersteller Freiberger in Osterweddingen und Hasa in Burg (beide Südzucker), die Deutsche Tiernahrung Cremers mit den beiden Standorten Könnern/Herzberg, die Wergona Schokoladenfabrik in Wernigerode, der Getränkeproduzent Gaensefurther Schlossbrunnen GmbH & Co.KG, der Knäckebrot-Hersteller Burger Knäcke in Burg und das MAWEA Majoranwerk in Aschersleben.

Historie:

Ab heute (9. Juli) 14 Uhr ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu einem 40-stündigen Streik in Europas größter Brezelbäckerei Ditsch in Oranienbaum auf. Bis Samstagmorgen um 6 Uhr sollen die Beschäftigten die Arbeit niederlegen. Hintergrund sind stockende Tarifverhandlungen. 

In einer Abstimmung haben 88 % der befragten Gewerkschaftsmitglieder bei Ditsch das vorliegende Angebot der Arbeitgeberseite abgelehnt. Es sieht vor, die Löhne in drei Jahren stufenweise um ca. 12 % anzuheben. Die Lohnlücke zu vergleichbaren Tarifgebieten liegt jedoch bei 20%-30%. Und dort erfolgen im Zeitraum ebenfalls Erhöhungen. 

„Die Arbeitgeberseite sollte die klare Ablehnung ihres bisherigen Angebotes ernst nehmen und deutlich verbesserte Zahlen vorlegen. Sonst droht eine Eskalation des Konfliktes. Die Menschen wollen nicht mehr Beschäftigte 2. Klasse sein. Schluss mit den Lohnunterschieden Ost/West“, erklärt Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Vorsitzender der NGG Ost.

Am Mittwoch kommenden Woche (15. Juli) findet die 6. Tarifverhandlung statt. Betroffen sind 14 weitere Betriebe der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt. 

Ein erneuter Streik im Ditsch-Werk Oranienbaum hat die Produktion und Auslieferung Europas größter Brezelbäckerei weitgehend zum Erliegen gebracht. Große Teile der Belegschaft folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu einer 24-stündigen Arbeitsniederlegung. 

Die Beschäftigten erhöhen damit den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen für die Betriebe der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt. Am kommenden Dienstag, dem 9. Juni findet die fünfte Verhandlungsrunde statt.

„Die Mission Lohnmauer einreißen geht weiter. Das zeigt der aktuelle Streik bei Ditsch aber auch in zahlreichen anderen Betrieben. Die Arbeitgeberseite muss verstehen, dass es keine Ruhe gibt, bis ein verhandlungsfähiger Angleichungsplan auf dem Tisch liegt. Das erwarten wir von dem Verhandlungstag am kommenden Dienstag“, erklärt Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Vorsitzender der NGG Ost.


Die Gewerkschaft NGG fordert für rund 3.000 Beschäftigten in 15 Betrieben einen Stufenplan zur Lohnangleichung. Die Verdienstunterschiede zu westdeutschen Betrieben oder vergleichbaren Tarifgebieten liegen über 30 Jahre nach der deutschen Einheit noch bei 500 Euro bis über 1.000 Euro je Monat. Betroffen von der Tarifverhandlung sind neben der Sektkellerei Rotkäppchen in Freyburg auch Betriebe der Kaufland/LIDL-Gruppe (Schwarz-Produktion) mit den Getränkeherstellern MEG in Leißling, Jessen und Roßbach und der Großbäckerei Bonback in Halle sowie weitere Lebensmittelhersteller in Sachsen-Anhalt. Ebenfalls zum Streik aufgerufen sind heute die Beschäftigten der Schokoladenfabrik Wergona in Wernigerode.

Erstmals in der Geschichte des Standorts legen die Beschäftigten der Brezelbäckerei Ditsch in Oranienbaum die Arbeit nieder. Unter dem Motto „Lohnmauern einreißen“ beteiligt sich am Montag nahezu die gesamte Frühschicht am Streik. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Hintergrund des Arbeitskampfes sind die anhaltend niedrigen Löhne am Standort. Einige Beschäftigte erhalten seit Anfang des Jahres lediglich den Mindestlohn in Höhe von 13,90 Euro pro Stunde. Viele Beschäftigte verdienen nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn. Auch qualifiziertere Tätigkeiten werden nach Angaben der Gewerkschaft kaum besser vergütet.

Der Streik bei Ditsch reiht sich in die aktuellen Arbeitsniederlegungen der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt ein. Die NGG fordert deutliche Lohnerhöhungen sowie einen verbindlichen Plan zur Angleichung an die Einkommen westdeutscher Schwesterstandorte und vergleichbarer Tarifgebiete. Nach Angaben der Gewerkschaft beträgt die Lohnlücke bei Ditsch im Vergleich zum Tariflohn des Flächentarifvertrags der Brotindustrie Ost monatlich zwischen 500 und über 1.000 Euro.

Am Standort Oranienbaum produzieren über 700 Beschäftigte täglich etwa vier Millionen Brezeln und Backwaren.

Keine Brezel ohne die Beschäftigten bei Ditsch in Oranienbaum. Die Kolleginnen und Kollegen brauchen eine Perspektive weg vom Niedriglohn – hin zu einem Einkommen, das ein gutes Leben heute und eine bessere Rente im Alter ermöglicht“, erklärt Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Vorsitzender der NGG Ost.

Zeitgleich zum Streik bei Ditsch haben auch die Beschäftigten des Feinkostherstellers Füngers erneut die Arbeit niedergelegt. Beide Belegschaften streiken gemeinsam, da sich die Standorte in derselben Straße befinden. Für die Beschäftigten ist dies ein sichtbares Zeichen der Solidarität im aktuellen Tarifkonflikt der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt. Zudem legten zum ersten Mal die Kolleginnen und Kollegen bei dem Pizzahersteller HASA in Burg und dem Schokoladenhersteller Wergona in Wernigerode die Arbeit nieder! Sie sind ebenfalls Mitglied des Tarifgebietes Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt.

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