Zeit für mögliche Nachfolgelösung gewonnen Haribo Wilkau-Haßlau: Keine Kündigung in diesem Jahr

10. Dezember 2020

In der heute fortgeführten Verhandlung über einen Sozialplan und Interessenausgleich für das von der Schließung bedrohte Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau, ist eine Einigung in greifbare Nähe gerückt. Aufgrund des starken öffentlichen Druckes hat sich das Unternehmen an zentralen Punkten bewegt.

Vor einer Unterschrift prüft noch der Betriebsrat die Details und informiert morgen die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung. Danach wird die Öffentlichkeit über die genauen Inhalte informiert. Klar ist jedoch: In diesem Jahr wird es keine Kündigung geben und auch für die ersten Folgemonate des Jahres 2021 gibt es Beschäftigungsgarantien.

„Der Druck der letzten Wochen hat Wirkung gezeigt. Eine Einigung beim Sozialplan kann aber nur ein Baustein sein. Wichtig ist, dass das Werk eine Perspektive bekommt und Fortbestehen kann. Daran wird parallel gearbeitet. Dafür haben wir mit den aufgeschobenen Kündigungen Zeit gewonnen“, erklärt Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Der Gewerkschafter weiter: „Haribo ist damit nicht aus der Verantwortung. Es muss eine Nachfolgelösung für das Werk und die Beschäftigten geben. Das ist weiter das Ziel. Die Zeit ist sehr belastend für die Beschäftigten. Wir sagen Danke für die Unterstützung, die wir bisher bekommen haben.“