Bezirk

NGG vor Ort

Dein NGG Büro vor Ort: Thüringen

Du arbeitest in der Region Thüringen? Hier findest Du aktuelle Informationen aus der Region.   

Region Thüringen
Schmidtstedter Ufer 26
99084 Erfurt
Tel: 0361 666 44 0
Fax: 0361 666 44 15
www.ngg-thueringen.de
Email

# ACHTUNG #

Trotz Corona sind wir auch persönlich für dich da! Bitte vereinbare vorher einen Termin per Mail oder Telefon.

Aktuelles aus der Region

NGG fordert Öffnungsperspektive für Hotels und Gaststätten in Eisenach

Tourismus-Einbruch in Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar: Zahl der Gäste halbiert

Corona sorgt für Einbruch im heimischen Tourismus: Die Thüringer Städte Erfurt, Weimar, Eisenach und Jena haben im vergangenen Jahr nur noch rund 749.000 Gäste besucht – etwa halb so viele wie im Vorjahr (minus 48 %). Die Zahl der Übernachtungen sank um 47 Prozent auf 1,4 Millionen. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen des Statistischen Bundesamtes. „Das Gastgewerbe erlebt eine historisch einmalige Krise, die auch die Beschäftigten mit voller Wucht trifft. Jetzt müssen Bund und Länder endlich einen Plan vorlegen, wie es im März weitergehen soll“, so Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG-Region Thüringen. Am 3. März verhandeln Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen der aktuellen Corona-Maßnahmen. Allein in Eisenach beschäftigt das Hotel- und Gaststättengewerbe laut Arbeitsagentur rund 1.100 Menschen in 110 Betrieben.

„Hotels, Pensionen, Restaurants und Kneipen sind schon seit Anfang November geschlossen. Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit“, betont Löbel. Entscheidend seien hierbei einheitliche Auflagen und detaillierte Hygienekonzepte in den Betrieben. Der Hotel- oder Restaurantbesuch dürfe unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden. „Die Beschäftigen haben bereits im letzten Sommer gezeigt, dass sie geeignete Hygienekonzepte optimal umsetzen können, um sich zu schützen und den Gästen ein sicheres Restauranterlebnis zu ermöglichen“, so die NGG.

Viele Hotels und Gaststätten könnten auf bewährte Maßnahmen zurückgreifen, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Die Firmen müssten neben den Gästen auch das Personal bestmöglich schützen. Dazu gehörten unter anderem kostenlose FFP2-Masken für Beschäftigte und die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitszeiten.

Zugleich sieht die Gewerkschaft die Politik in der Pflicht, die Einkommenseinbußen der Beschäftigten in Kurzarbeit auszugleichen. „Wer das Gastgewerbe über viele Monate schließt, muss auch die Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedenken. Wir brauchen dringend ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1.200 Euro im Monat“, so Löbel. Selbst wenn Hotels und Gaststätten schrittweise wieder öffnen dürften, sei ein Großteil der Beschäftigten noch monatelang auf das Kurzarbeitergeld angewiesen. Ohne eine Aufstockung kämen die Menschen damit aber nicht länger über die Runden.

Zur Pressemitteilung


Dramatische Lage im Erfurter Gastgewerbe: Großteil der Beschäftigten in Kurzarbeit

Pressemitteilung: Gewerkschaft NGG fordert Mindest-Kurzarbeitergeld

Angesichts weiterhin geschlossener Restaurants, Cafés und Hotels in Erfurt macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf die wachsende Notlage der Beschäftigten aufmerksam – und fordert die Einführung eines Mindest-Kurzarbeitergeldes von 1.200 Euro im Monat. Die NGG geht davon aus, dass die Kurzarbeit aktuell erneut die Ausmaße des Lockdowns vom Frühjahr vergangenen Jahres angenommen hat. Damals meldeten 299 gastgewerbliche Betriebe in Erfurt Kurzarbeit an – das sind 76 Prozent aller Betriebe der Branche in der Stadt.

Zur Pressemitteilung


Schließungspläne der Wiener Feinbäckerei Heberer in Weimar

Trotz vier Prozent Rendite müssen über 70 Beschäftigte gehen

Die Gewerkschaft Nahrung- Genuss – Gaststätten (NGG) in Thüringen übt massive Kritik an der mangelnden Sozialverträglichkeit bei der geplanten Schließung des Produktionsstandortes der Wiener Feinbäckerei Heberer in Weimar. „Dass die Unternehmensführung nicht bereit ist, soziale Verantwortung für die teils langjährig Beschäftigten zu übernehmen, schockiert uns“, erklärt Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG-Region Thüringen. „Über 70 Beschäftigte sollen ohne nennenswerten Sozialausgleich ihre Arbeitsplätze verlieren. Gleichzeitig bietet das Unternehmen Anlegern jährlich vier Prozent Rendite an. Daran zeigt sich, dass die Loyalität der Geschäftsführung eindeutig der falschen Seite gilt.“  Am 9. Oktober seien dem Betriebsrat erstmalig die Zahlen vorgestellt worden, berichtete Löbel. Die Arbeitgeber hätten keine Bereitschaft gezeigt, über eine mögliche Weiterführung der Produktion in Weimar zu diskutieren. Verhandlungen im eigentlichen Sinne seien gar nicht zustande gekommen.

Pressemitteilung als pdf

Aktuelle Meldungen aus der Region

Neues Buch erschienen: Strukturwandel in Thüringen gestalten

Industrie und Dienstleistungen sind durch einen Wandel geprägt, der tiefgreifende Auswirkungen auf die Beschäftigten und deren Arbeitswelt hat. Als Herausforderungen gelten etwa Digitalisierung, Klimawandel, die Folgen weltweiter Verflechtungen und die Corona-Krise. Diesen Wandel zukunftsfähig zu gestalten, ist Aufgabe der Strukturpolitik. In diesem Buch werden die großen Herausforderungen dargelegt, vor denen Thüringen steht, um auf dieser Basis dann Empfehlungen für die Landespolitik abzuleiten. Folgende Themen sind dabei im Zentrum: Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Automobil- und Zulieferindustrie, Energie- und Verkehrswende, Gleichstellung, Tourismus, Pflege und Bildung. Außerdem beschäftigt sich der Band mit dem thüringischen Landeshaushalt und macht Vorschläge für eine sozial ausgewogene Finanzierung der öffentlichen Hand.

Mit einem Vorwort von Bodo Ramelow.

222 Seiten, 14,5 x 20,5 cm, kartoniert
ISBN 978-3-96317-226-7 (Print)
25,00 € (print)
ISBN 978-3-96317-763-7 (ePDF)
20,00 € (ePDF)