Kein Wurstaufschnitt an thüringischen Frühstückstischen? Warnstreik bei Wurstfabrik ZIMBO in Suhl

06. Juli 2022

Mit einem Warnstreik machen am 06.07.2022 die Beschäftigten ZIMBO (Die frische Thüringer) in Suhl in der laufenden Tarifauseinandersetzung Druck. Die zuständige Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat in den frühen Morgenstunden zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Streik dauert von 04.00 Uhr bis 10.00 Uhr an.


Hintergrund des Warnstreiks ist die Weigerung der Arbeitgeber, einen Rahmentarifvertrag zu verhandeln, der ein Einkommen zum Auskommen für Un-, An- und Ausgelernte gleichermaßen gewährleistet.


"Die Zielmarke muss bei 13 Euro brutto in der Stunde in der untersten Entgeltgruppe liegen. Durch die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns brauchen wir eine gute Struktur und vernünftige Entgelte, welche die harte Arbeit der Beschäftigten angemessen honoriert", so Thomas Bernhard, Verhandlungsführer und Referatsleiter Fleisch der Gewerkschaft NGG.
Bernhard weiter: „Angelernte Beschäftigte haben Wertschätzung verdient, deshalb fordert die NGG-Tarifkommission eine Durchlässigkeit der Entgeltgruppen.“


„Das Maß ist voll. Wir sind nicht länger bereit, für Mindestlohn zu arbeiten. Wir brauchen einen eigenständigen Tarifvertrag, der uns Sicherheit und Perspektive bietet. Nur so können wir die Abwärtsspirale in der Fleischwirtschaft durchbrechen“, macht Jens Krämer deutlich, Betriebsrat bei ZIMBO und Tarifkommissionsmitglied.


Seit Mitte 2019 gehört ZIMBO zu der „Zur Mühlen Gruppe“, die zu den größten der europäischen Fleisch- und Wurstwarenbranche zählt. Am Standort arbeiten 250 Beschäftigte, die überwiegend Wurstaufschnitte produzieren. Die Produkte sind in den Supermärkten, u.a. bei REWE, Kaufland, EDEKA und Aldi zu finden.

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Für Rückfragen: Thomas Bernhard, +49 175 2226639, thomas.bernhard@ngg.net