Werk in Wilkau-Haßlau muss erhalten bleiben! Thomas Gottschalk kritisiert Schließung

26. November 2020

Bildnachweis: Tino Plunert

Wenn man sich auf die Fahne geschrieben hat: ‚HARIBO macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso‘ muss man das auch als Arbeitgeber ernst nehmen. Ich bin überzeugt: Mein alter Partner Hans Riegel, der dem Produkt seinen Namen gegeben hat, würde das genauso sehen. Leider sind wir beide nicht mehr im Amt!
Thomas Gottschalk

Nach dem Statement des Entertainers und langjährigen Haribo-Werbegesichts Thomas Gottschalk, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) klare Signale des Unternehmens zur Zukunft des Standortes Wilkau-Haßlau. Das Unternehmen Haribo muss endlich einsehen, dass es den Standort nicht einfach schließen kann, sondern dass das Werk und die Beschäftigten eine Perspektive brauchen. Soziale Verantwortung sieht anders aus. Wir erwarten klare Signale für die anstehenden Gespräche.

Als erstes berichtete dazu der Bonner Express: Der Link zum Bericht


Hintergrund:

Die Unternehmensleitung hatte die Beschäftigten am 6. November auf einer Belegschaftsversammlung über die Schließungsabsicht in einem kurzen Statement informiert und den Betrieb nach weniger als 5 Minuten anschließend verlassen, ohne den Beschäftigten die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen. Mit dem Vorgehen hat Haribo auch gegen gesetzliche Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes verstoßen, es muss rechtzeitig informiert werden. Im Betrieb arbeiten 150 Beschäftigte. Ein erster Verhandlungstermin zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat blieb ohne Ergebnis. Weitere Gespräche stehen Ende November an, auch zwischen Gewerkschaft NGG und Unternehmensführung. Das Werk ist der einzige Standort von Haribo im Osten der Republik. Hier wurde bereits zu DDR-Zeiten für Haribo produziert.