Zorn wird vor das Headquarter getragen Beschäftigte von Durstexpress protestieren in Berlin

04. Februar 2021

Über 150 Kolleg*innen von Durstexpress protestierten vor dem Headquarter in Berlin gegen die angekündigten Standortschließungen und Kündigungen.  Unter anderem verbrannten sie ihre Kündigungen. Wir finden: Die Beschäftigten sind keine Zitronen die man auspresst und anschließend wegwerfen kann. Gerade in Corona-Zeiten!  Dr. Oetker Deutschland muss jetzt Verantwortung übernehmen ‼Von dem Job-Kahlschlag sind in Berlin bis zu 450 Beschäftigte betroffen. Bundesweit wurden mehr als 2.300 Kündigungen verschickt. Solidarische Grüße sandten auch die Beschäftigten der anderen Standorte. Auch hier kämpfen die Kolleg*innen um ihre Jobs. Unterstützung gibt es unter anderem von Petra Pau, Cansel Kiziltepe, Pascal Meiser, Dr. Gesine Lötzsch, der EVG und natürlich dem DGB.

Hintergrund

Hintergrund ist die Übernahme des ursprünglichen Lieferdienstkonkurrenten Flaschenpost durch den Oetker-Konzern Ende letzten Jahres. Das Lebensmittelunternehmen will Strukturen straffen und sich an verschiedenen Standorten den meist besser bezahlten Durstexpress-Mitarbeitern entledigen.
Die Kündigungen haben die Beschäftigten meist per Boten mit Durstexpresslieferwagen zugestellt bekommen was noch einmal eine besonders herzlose Weise darstellt. „Diesen Kahlschlag bei den Standorten und Jobs werden wir nicht kampflos hinnehmen. So kann man nicht mit Menschen umgehen und wir werden uns zusammen mit den Beschäftigten wehren. Neben Klagen gegen die Kündigungen muss es auch Regelungen geben die den Beschäftigten vor Durstexpress eine Beschäftigung bei Flaschenpost ermöglicht. Sich neu zu bewerben reicht da nicht aus“, so Sebastian Riesner, Geschäftsführer der NGG in Berlin-Brandenburg. Riesner weiter: „Wir brauchen dringend konkrete Zusagen von Durstexpress und nicht solche unverschämten Kündigungen. Die Beschäftigten bei Durstexpress sind keine Zitronen die man auspresst und anschließend wegwerfen kann. Ohne soziale Abfederung in Zeiten von Corona auf die Straße gesetzt zu werden ist besonders perfide. Da hat auch der Mutterkonzern Oetker eine Verantwortung zu übernehmen.