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Ausweitung der Streiks in der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt
Nachdem die dritte Tarifverhandlung für die rund 3.000 Beschäftigten in den Betrieben der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt am 30. April ohne Ergebnis blieb, kündigt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) an bisherige Arbeitskampfmaßnahmen auszuweiten.
Die neue Streikwelle starteten die Beschäftigten des Getränkeherstellers MEG Leißling, eine Tochter der Schwarz-Gruppe, die die Märkte von LIDL und Kaufland mit der bekannten Eigenmarke des Saskia-Mineralwassers versorgt. Die Beschäftigten legten in der zweiten Hälfte der Spätschicht und die komplette Nachtschicht die Arbeit nieder. Die Produktion und Verladung kam komplett zum Stillstand.
Weitere Streiks im Tarifgebiet werden folgen. Neben namenhaften Unternehmen wir die Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg, der Brezelbäckerei Ditsch, dem Knäckebrothersteller Burger Knäcke und der Großbäckerei Bonback Halle sind zahlreiche weitere Betriebe von den Tarifverhandlungen betroffen. Neben weiteren Getränkeherstellern der Schwarz-Gruppe (LIDL/Kaufland) MEG Jessen und Roßbach gehören dazu auch die Pizzahersteller Hasa in Burg und Freiberger in Osterweddingen (Teil der Gruppe Südzucker) sowie Füngers Feinkost in Oranienbaum, Gaensefurther Schlossbrunnen in Hecklingen (Hassia-Gruppe), die Deutsche Tiernahrung Cremers mit den Standorten Könnern und Herzberg als auch die Schokoladenfabrik Wergona in Wernigerode und das Majoranwerk MAWEA in Aschersleben.
„Monatliche Lohnunterschiede von über 1.000 Euro sind bald über 35 Jahre nach der Wende nicht mehr zu rechtfertigen, schon gar nicht in derselben Unternehmensgruppe. Die Arbeit ist im Osten nicht weniger wert“, sagt Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Vorsitzender der NGG Ost.
Der Gewerkschafter weiter: „Die Arbeitgeberseite muss verstehen, dass es diesmal den Beschäftigten ernst ist und auch tagelange Streiks möglich sind mit entsprechenden Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung einzelner Einzelhandelsmärkte. Entweder es kommt ein ordentliches Angebot zur Lohnangleichung auf den Tisch oder die Arbeitgeber tragen die Verantwortung für eine weitere Eskalation des Konflikts und müssen die Konsequenzen tragen.“
Bisher sind mit den Arbeitsniederlegungen bereits über 300 Streikstunden aufgelaufen. Neben der erneuten Arbeitsniederlegung in den bisherigen Streikbetrieben der MEG in Leißling und Jessen, der Großbäckerei Bonback in Halle, des Feinkostherstellers Füngers in Oranienbaum, dem Tierfutterhersteller Deuka in Könnern und der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg wird mit einer Ausweitung auf andere Betriebe gerechnet. Die NGG informiert.
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