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Gastgewerbe

Du arbeitest in einem Restaurant, einer Bar, einem Hotel, in der System- oder Betriebsgastronomie oder bei einem Essens-Lieferdienst wie Lieferando? Dann bist du in der Gewerkschaft NGG genau richtig!

Egal ob bei Tarifverhandlungen, die für gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen für alle sorgen, oder bei Problemen mit deinem Arbeitgeber. 

Als NGG-Mitglied bist du Teil einer starken Gemeinschaft, die hinter dir steht. 

Tarifinfos

Tarifverträge im Gastgewerbe: 

Mit unseren Tarifverträgen im Gastgewerbe verbessern wir die Arbeitsbedingungen für unsere Mitglieder – für bessere Bezahlung, Arbeitszeiten und vieles mehr. Melde dich in deiner NGG-Region, wenn du hierzu Fragen hast.

Einen Überblick über aktuelle Tarifabschlüsse im Gastgewerbe im Landesbezirk Ost erhältst du hier.

Überlastet? Ärger mit deinem Arbeitgeber?

Häufige Fragen zur Arbeit im Gastgewerbe:

Auch im Gastgewerbe gilt: Die gesetzliche regelmäßige tägliche Höchstarbeitszeit beträgt 8 Stunden und darf nur ausnahmsweise auf maximal 10 Stunden ausgeweitet werden. Pro Woche sind höchstens 48 Stunden erlaubt. Zwischen zwei Schichten muss eine Ruhezeit von 11 Stunden eingehalten werden. Bessere Regelungen und mehr Freizeit haben NGG-Mitglieder mit Tarifvertrag.

Eigentlich ist Arbeiten an Sonn- und Feiertagen nicht erlaubt. Es gibt aber eine Ausnahme für das Gastgewerbe. 15 Sonntage im Jahr müssen trotzdem arbeitsfrei bleiben. Arbeitest du an einem Sonntag, musst du innerhalb von zwei Wochen danach mindestens einen freien Tag haben (Ersatzruhetag). NGG-Tarifverträge sorgen in der Regel für saftige Zuschläge, wenn du an Feiertagen arbeiten musst. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es dafür nicht.  

Obwohl Arbeitgeber es oft anders darstellen, haben Minijobber*innen nicht weniger Rechte. Auch sie müssen beispielsweise bezahlten Urlaub erhalten und bei Krankheit bezahlt werden. NGG-Mitglieder sollten sich zu der Höhe der Ansprüche und deren Durchsetzung beraten lassen.

Trinkgeld gehört den Beschäftigten, die es erhalten. Sie sollten darüber verfügen und gemeinsam eine gute und solidarische Lösung für dessen gerechte Verteilung finden. Der Arbeitgeber hat kein Recht darauf. Kompliziert und schwer nachvollziehbar wird es vor allem dann, wenn das Trinkgeld über Kartenlesegeräte gezahlt und dann vom Arbeitgeber verwaltet wird. Wende dich an dein NGG-Büro, wenn du vermutest, dass dein Trinkgeld nicht richtig behandelt wird. Grundsätzlich ist ein stabiles und auskömmliches Tarifeinkommen sicherer als schwankendes Trinkgeld – unter anderem auch für die Rente.

Die meisten Verstöße gegen das Mindestlohngesetz treten im Gastgewerbe auf, beispielsweise wenn unbezahlte Überstunden den Durchschnittslohn unter das Mindestlohnniveau senken. Der Mindestlohn wird regelmäßig angehoben – die NGG informiert dich gerne über die aktuelle Situation. Für Betriebsgastronomie in öffentlichen Einrichtungen gilt u.a. in Berlin und Brandenburg in der Regel auch ein etwas höherer Vergabemindestlohn. Wer einen NGG-Tarifvertag hat, verdient üblicherweise deutlich mehr als Mindestlohn.

Wenn dein Arbeitgeber von dir verlangt, dich im Betrieb umzuziehen oder deine Dienstkleidung auf dem Arbeitsweg auffällig erkennbar ist, zählt die Umziehzeit in der Regel als Arbeitszeit. Oft ist das im Restaurant oder Hotel der Fall – trotzdem weigern sich Arbeitgeber oft, dafür zu bezahlen. Tarifverträge für das Gastgewerbe haben auch deshalb oft hilfreiche Regelungen zur Handhabe von Dienstkleidung.

Ausbildungen im Gastgewerbe sind herausfordernd und oft von Schwierigkeiten begleitet. Es gibt aber eine Vielzahl an besonderen Regelungen, die Auszubildende und Minderjährige besonders schützen. Die Gewerkschaften stehen während deiner Ausbildung an deiner Seite und helfen dir in schwierigen Situationen. Der Kompass Ausbildung fasst deine Rechte in der Ausbildung kurz und verständlich zusammen. Bei Fragen rund um die Ausbildung kannst du dich auch kostenlos an Dr. Azubi wenden.


Wichtiger Hinweis: Jede schwierige Situation am Arbeitsplatz ist ein Einzelfall und kann oft nur nach umfassender (Rechts-)Beratung gut gelöst werden. NGG-Mitglieder haben kostenfreien Anspruch auf Rechtsberatung und Rechtsschutz im Arbeits- und Sozialrecht. Manchmal kann auch ein Betriebsrat die Probleme angehen. Frage hierzu und zu anderen rechtlichen Anliegen gerne in deiner NGG-Region nach.

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Aktuelle Meldungen aus der Branche

  • Mehr Geld für Beschäftigte im Brandenburger Gastgewerbe

    NGG setzt Tariferhöhung von 10,5 Prozent durch

    Meldung 17.10.2026

    Gute Nachrichten für die Beschäftigten im Brandenburger Hotel- und Gaststättengewerbe: Die Gewerkschaft NGG hat sich mit dem DEHOGA Brandenburg auf einen neuen Entgelttarifvertrag verständigt. Nach schwierigen Verhandlungen steigen die tariflichen Entgelte in den kommenden Jahren in drei Schritten um insgesamt 10,5 Prozent.

  • Infoblatt: "Trinkgeld im Gastgewerbe"

    Ein Dank des Gastes für guten Service, kein Ersatz für ordentliche Bezahlung

    Meldung 07.10.2026

    Die Vergütung der Beschäftigten in Gastronomie und Hotellerie muss durch eine verlässliche Bezahlung sichergestellt werden.

  • Beschäftigte brauchen Perspektiven im Gastgewerbe Sachsen-Anhalt

    NGG fordert Fortsetzung der Tarifverhandlungen

    Meldung 25.09.2026

    Die NGG fordert die rasche Fortsetzung der Tarifverhandlungen im Hotel- und Gaststättengewerbe Sachsen-Anhalt. Nachdem die geplante Auftaktrunde durch den Arbeitgeberverband DEHOGA abgesagt wurde, warten rund 40.000 Beschäftigte auf Perspektiven bei Löhnen, Gehältern und Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft drängt auf einen neuen Verhandlungstermin und mehr Verlässlichkeit für die Beschäftigten der Branche.

  • 6 Prozent mehr Geld ab Juli im Gastgewerbe Thüringen

    Trotz der Lohnanstieg weiterhin massive personellen Herausforderungen

    Meldung 21.07.2026

    Ab Juli 2026 steigen die Löhne und Gehälter im Thüringer Gastgewerbe um sechs Prozent. Damit wurde im Rahmen des aktuellen Tarifvertrags insgesamt ein Lohnplus von 18 Prozent in drei Jahren erreicht. Die NGG Thüringen sieht dennoch weiteren Handlungsbedarf und startet bereits die Vorbereitungen auf die Tarifrunde 2027, um höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

  • 5 Prozent mehr Lohn im Hotel- und Gastgewerbe Sachsen

    Preissteigerungen der vergangenen Jahre sind jedoch für viele Beschäftigte bis heute spürbar

    Meldung 19.06.2026

    Im Juni 2026 steigen die Löhne im Hotel- und Gastgewerbe Sachsen um 5 % – ein Plus von bis zu 184 Euro im Monat. Damit ist der aktuelle Tarifabschluss umgesetzt. Die NGG sieht dennoch weiteren Handlungsbedarf und startet bereits die Vorbereitung der Tarifrunde 2027. Beschäftigte sind aufgerufen, sich aktiv einzubringen.

  • “Tolles Angebot”: Realer Lohnverlust!

    Bei der ersten Tarifverhandlung für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Brandenburg hat es keine Einigung gegeben

    Meldung 28.05.2026

    Die Gewerkschaft NGG fordert höhere Löhne für Beschäftigte im Brandenburger Gastgewerbe, um steigende Lebenshaltungskosten auszugleichen. Fachkräfte verdienen dort deutlich weniger als in Berlin. Tarifverhandlungen mit DEHOGA beginnen am 30. April.

  • Kult-Hotel sucht neuen Betreiber

    Nach Schließung: Beschäftigte des Congress Hotels Chemnitz nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand

    Meldung 23.02.2026

    Nach Schließung: Beschäftigte des Congress Hotels Chemnitz nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand.

  • REVO Hospitality insolvent

    Was Beschäftigte jetzt wissen müssen

    Meldung 20.01.2026

    Nach der REVO Hospitality Insolvenz (16. Januar) sind die Beschäftigten nicht allein: Die NGG berät Mitglieder an allen Standorten. Tipp: Unterschreibe nichts voreilig – dein Arbeitsrecht gilt auch im Insolvenzfall!

  • SSP-Beschäftigte erhalten Zusatzurlaub bei NGG-Mitgliedschaft

    WICHTIG: Frist zum 28.02.2026 beachten!

    Meldung 08.01.2026

    Vorteil für SSP-NGG-Mitglieder. Gewerkschaftsmitglieder der NGG, welche bei SSP beschäftigt sind, können Zusatzurlaub beantragen. Wichtig dabei, Frist bis Ende Februar 2026

  • Neuer Mindestlohn 2026: 13,90 Euro/Stunde

    Wir stark erhöht sich mein Lohn? - Wir klären auf!

    Meldung 28.12.2025

    Neuer Mindestlohn 2026: So viel mehr Geld bekommst du Ab dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde. Das sind 1,08 Euro mehr bzw. 8,4 Prozent gegenüber 2025. Bei einer 40-Stunden-Woche bedeutet das rund 190 Euro brutto mehr im Monat. Bereits zum 1. Januar 2027 folgt die nächste Erhöhung auf 14,60 Euro pro Stunde. Was bedeutet die Mindestlohnerhöhung konkret für deinen Lohn, Minijob, Tarifvertrag oder Betrieb? Wir klären die wichtigsten Fragen und zeigen, wer profitiert.

  • Im Schatten Berlins? „Brandenburger Köche und Kellner bleiben weiter Beschäftigte zweiter Klasse“

    Arbeitgeberverband lehnt Lohnverhandlungen ab

    Meldung 08.12.2025

    Brandenburger Hotels und Restaurants haben Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Brandenburg abgelehnt. Die Gewerkschaft fordert eine Anpassung des Lohnniveaus an Berlin – und übt scharfe Kritik an der Entscheidung der Arbeitgeberseite.

  • „Es ist schön, wenn alles so klappt!“

    Einblick in gelungene Integration, faire Ausbildung und die Herausforderungen vietnamesischer Azubis in Deutschland

    Meldung 01.12.2025

    Wie vietnamesische Auszubildende und engagierte Betriebsräte gemeinsam gute Arbeitsbedingungen schaffen. Einblick in gelungene Integration, faire Ausbildung und die Herausforderungen vietnamesischer Azubis in Deutschland

  • Tarifverhandlungen 2026

    NGG fordert Entgeltsteigerungen von 4–6 Prozent und bessere Bedingungen für Auszubildende

    Meldung 26.11.2025

    Die Gewerkschaft NGG fordert für Tarifverhandlungen in 2026 eine Entgeltsteigerungen von 4–6 Prozent und bessere Bedingungen für Auszubildende.

  • NGG ruft zum Warnstreik bei Lieferando in Leipzig auf

    Nach den Streiks in Dresden Anfang September und in Berlin Mitte Oktober legen die Beschäftigten von Lieferando nun auch in Leipzig die Arbeit nieder.

    Meldung 21.11.2025

    21.11. NGG ruft zum Warnstreik bei Lieferando in Leipzig auf

  • 23. Oktober: Streik Lieferando Berlin!

    Stopp Auslagerung/Schattenflotte: Für sichere Jobs und Löhne

    Meldung 23.10.2025

    23.Oktober: Streik Lieferando Berlin!

  • Starker Abschluss bei größten Schulessen-Caterer im Osten

    Das schmeckt! Die Beschäftigten bei VielfaltMenü bekommen deutlich mehr Lohn

    Meldung 07.10.2025

    Das schmeckt! Die Beschäftigten bei VielfaltMenü bekommen deutlich mehr Lohn! Starker Abschluss bei größten Schulessen-Caterer im Osten. Die beschäftigten bekommen bis zu 14,5% mehr!

  • 4.+5.Sept. Streik bei Lieferando in Dresden

    Rider fordern Tarifvertrag und 15 Euro Einstiegslohn

    Meldung 01.09.2025

    Pizza nach Hause bestellen? Am 4. und 5. September in Dresden keine gute Idee! Die rund 120 Beschäftigten von Lieferando Dresden werden an beiden Tagen von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Streik aufgerufen. Sie fordern einen bundesweiten Tarifvertrag und einen Einstiegslohn von 15 Euro. Lieferando weigert sich seit Jahren, in Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft NGG einzutreten.

  • NGG Appell gegen Abschaffung vom 8-Stunden-Tag

    Allein Ostdeutschland schiebt 206 Millionen Überstunden – viele zum Nulltarif

    Meldung 27.08.2025

    Rund 206 Millionen Stunden haben Beschäftigte im vergangenen Jahr in Ostdeutschland zusätzlich gearbeitet. Davon 110 Millionen Überstunden zum Nulltarif – ohne Bezahlung. Allein in Hotels und Gaststätten in Ostdeutschland leisteten Köche, Kellnerinnen, Barkeeper & Co. im vergangenen Jahr rund 4,4 Millionen Überstunden. „Berechnet man für die ‚Überstunden zum Null-Tarif‘ nur den gesetzlichen Mindestlohn, dann kommt dabei eine Summe von rund 28,8 Millionen Euro heraus. So hoch war also mindestens das ‚Lohn-Geschenk‘. Die Gewerkschaft warnt: Der Überstundenberg dürfte demnächst noch größer werden. Grund seien Pläne der Bundesregierung, die Arbeitszeit neu zu regeln: „Schwarz-Rot will eine wöchentliche Höchstarbeitszeit und den 8-Stunden-Tag abschaffen. Betriebe könnten von ihren Beschäftigten dann verlangen, auch zehn, elf oder in der Spitze sogar 12 Stunden und 15 Minuten pro Tag zu arbeiten.“

  • Deutliches Entgeltplus in der Hauswirtschaft in 2025

    Neuer Tarifvertrag abgeschlossen!

    Meldung 06.02.2025

    Mit Erfolg konnten wir in der 2. Tarifrunde am 30.01.2025 einen Tarifabschluss erzielen. Die Entgelte steigen um 6% rückwirkend zum 01. Januar 2025 . Zum 1. Juli 2025 gibt es eine weitere Erhöhung um 1,5%. Damit wird der Abstand zu den anderen Tarifgebieten erneut verkleinert.

  • Dagegenhalten, Zukunftsängste abbauen

    Betrieb und Politik

    Meldung 03.02.2025

    NGG-Veteran Thomas Michaelis über einen besseren Umgang mit stürmischen Zeiten in Betrieb und Politik.

Gemeinsam noch stärker

Rund 180.000 Mitglieder sind wir schon in der NGG. Aber wir wollen mehr werden: je mehr wir in der Gewerkschaft sind, desto stärker sind wir.

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