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Signalwirkung für rund 46.000 Beschäftigte in Brandenburg

Beschäftigte in Hotels und Restaurants brauchen endlich mehr Geld
27. April 2026

Während die Politik angesichts explodierender Spritpreise über Entlastungsmaßnahmen diskutiert, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) deutliche Lohnerhöhungen für Beschäftigte im Brandenburger Gastgewerbe. Immerhin sei der beste Schutz gegen Krisen ein guter Lohn, so die Gastro-Gewerkschaft. Darum soll es am 30. April beim ersten Verhandlungstermin mit dem Arbeitgeberverband DEHOGA gehen.

Brandenburger Köche, Kellner oder Hotel-Rezeptionisten stehen aktuell besonders unter Druck. Die Preise an der Zapfsäule sind zuletzt explodiert und sinken trotz der verkündeten Waffenruhe im Iran nicht spürbar. Gleichzeitig verdienen Fachkräfte im Restaurant oder Hotel laut Tarifvertrag noch immer deutlich weniger als im Nachbarbundesland Berlin, oft nur wenige Kilometer entfernt. 

Bis zu 6.500 € weniger im Jahr für die gleiche Arbeit - das sei laut Gewerkschaft NGG nicht zu rechtfertigen. Sie fordert daher für ausgebildete Fachkräfte in Brandenburg mindestens 3000 € Bruttolohn sowie höhere Ausbildungsvergütungen.

„Obwohl viele Beschäftigte im Hotel oder Restaurant kaum noch von ihrem Lohn leben können, haben wir lange auf ein Signal der Arbeitgeberseite warten müssen. Seit mehr als einem halben Jahr wissen die Arbeitgeber von unseren Forderungen. Jetzt erwarten wir endlich ein gutes Angebot, sagt Sebastian Riesner, der Verhandlungsführer für die Gewerkschaft NGG Region Berlin-Brandenburg.

Der Tarifvertrag für des Brandenburger Hotel- und Gastgewerbe regelt die Arbeitsbedingungen in vielen regionalen Hotels, Restaurants und Catering-Betrieben. Er hat zusätzlich große Signalwirkung für alle rund 46.000 Beschäftigten der Branche im Bundesland. Und denen machen nicht nur die steigenden Preise und ständigen Krisen zu schaffen, berichtet Riesner. Die Arbeit in der Branche sei hart. Überstunden, flexible Arbeitszeiten oft bis tief in die Nacht und ständiger Kontakt zur Kundschaft mache viele Gastro-Berufe zur ständigen Herausforderung, so der Gewerkschafter und gelernte Koch. Für ihn steht fest: Wer hier mit Leidenschaft und persönlichem Einsatz bestehe, habe besondere Wertschätzung und auskömmliche Bezahlung verdient. Von Trinkgeld könne man jedenfalls nicht leben. 

Gemeinsam noch stärker

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