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Beschäftigte brauchen Perspektiven im Gastgewerbe Sachsen-Anhalt

NGG fordert Fortsetzung der Tarifverhandlungen
25. September 2026

Noch immer warten Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes in Sachsen-Anhalt auf Nachricht, wie es mit ihren Löhnen und Gehältern weiter geht. Eine für Ende August geplante Auftaktrunde der Tarifverhandlungen fand nicht statt. Der Verhandlungstermin wurde von dem Arbeitgeberverband Dehoga abgesagt, neue Terminvorschläge stehen bisher aus.  

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert die Absage deutlich. „Die Beschäftigten in Hotels, Gaststätten, Restaurants und Cafés erwarten zu Recht Antworten auf die Herausforderungen des Arbeitsalltags. Statt konstruktiver Gespräche erhalten sie nun eine Verzögerung wichtiger Entscheidungen“, erklärt Holger Willem, Verhandlungsführer der NGG. 

Etwa 40.000 Menschen arbeiten in Sachsen-Anhalt in der Branche, rund 23.000 mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, die anderen mit Minijob. Die Beschäftigten der Branche stehen unter erheblichem Druck. Steigende Lebenshaltungskosten, Fachkräftemangel und hohe Arbeitsbelastungen machen aus Sicht der NGG eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeits- und Einkommensbedingungen erforderlich. 

„Wer über Personalmangel klagt, muss gleichzeitig bereit sein, über faire Löhne und attraktive Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Die Beschäftigten halten den Laden Tag für Tag am Laufen. Sie verdienen Respekt und Verlässlichkeit. Eine Blockade am Verhandlungstisch ist das Gegenteil“, so Willem weiter. 

Die NGG erwartet von den Arbeitgebern zeitnah die Benennung eines neuen Verhandlungstermins. Die Gewerkschaft bleibt bereit, die Gespräche konstruktiv fortzuführen und Lösungen zu erarbeiten, die den Beschäftigten und den Betrieben gleichermaßen Perspektiven bieten. 

„Tarifverhandlungen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die Kolleginnen und Kollegen in der Branche benötigen Planungssicherheit und eine klare Anerkennung ihrer Leistung“, betont Willem. 

Die NGG wird ihre Mitglieder über das weitere Vorgehen informieren und sich weiterhin mit Nachdruck für bessere Einkommens- und Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gaststättengewerbe Sachsen-Anhalt einsetzen.

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