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Hände weg vom Bildungsfreistellungsgesetz in Thüringen!
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Region Thüringen, hat sich besorgt über aktuelle Diskussionen geäußert, das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz zu verändern oder einzuschränken.
Die NGG warnt die Landespolitik davor, den Rotstift bei der Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern anzusetzen, und fordert stattdessen eine Stärkung des lebenslangen Lernens.
Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz, das Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen bis zu fünf Tage bezahlte Freistellung für politische, arbeitsweltbezogene oder kulturelle Weiterbildung ermöglicht, ist nach Ansicht der Gewerkschaft eine unverzichtbare Säule für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Thüringen.
Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG-Region Thüringen, bezieht hierzu klar Stellung:
„Gerade in Zeiten des rapiden technologischen Wandels und eines spürbaren Fachkräftemangels ist lebenslanges Lernen kein ‚Nice-to-have‘, sondern eine ökonomische und gesellschaftliche Notwendigkeit. Wer jetzt am Bildungsfreistellungsgesetz sägt, sägt an der Zukunft der Thüringer Wirtschaft.“
Die Gewerkschaft kritisiert Stimmen aus Arbeitgeberverbänden und politischen Lagern, die den Bildungsurlaub primär als Kostenfaktor betrachten. Die NGG betont, dass gut gebildete Arbeitnehmer, die über den Tellerrand hinausschauen, einen direkten Mehrwert für ihre Betriebe darstellen. Zudem sei die politische und kulturelle Bildung in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wichtiger denn je.
Keine Kompromisse bei Arbeitnehmerrechten! Für die anstehenden politischen Debatten kündigt die NGG Widerstand gegen jegliche Verschlechterung an.
„Wir werden keine Änderungen hinnehmen, die faktisch auf eine Kürzung oder Aushöhlung dieses Arbeitnehmerrechts hinauslaufen“, betont Jens Löbel. „Das Gesetz ist eine historische Errungenschaft. Anstatt über Einschränkungen zu diskutieren, sollten wir darüber reden, wie wir noch mehr Beschäftigten den Zugang zu Weiterbildung erleichtern können. Hände weg vom Bildungsurlaub – das ist unsere klare Botschaft an Erfurt.“
Die NGG Region Thüringen fordert alle demokratischen Parteien im Thüringer Landtag auf, sich eindeutig zum bestehenden Gesetz zu bekennen und Planungssicherheit für Beschäftigte und Bildungsträger zu schaffen.
Hintergrund: Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz gewährt Arbeitnehmern in Thüringen einen Rechtsanspruch auf bezahlte Freistellung für anerkannte Bildungsveranstaltungen. Ziel ist die Förderung der Weiterbildungsbereitschaft der Beschäftigten.
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