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#Rente
Eine gute Rente ist möglich!
Die Bundesregierung behauptet, die gesetzliche Rente sei wegen der alternden Gesellschaft nicht mehr finanzierbar.
Die Fakten sagen etwas anderes:
- Die Zahl der Beitragszahler ist in den vergangenen Jahren gestiegen
- der Beitragssatz liegt mit 18,6 Prozent sogar unter dem Niveau von 1998
- die Rentenausgaben sind gemessen an der Wirtschaftsleistung seit Jahren stabil. [deutsche-r...cherung.de], [sozialpoli...aktuell.de], [rvaktuell.de]
Die Rentenpläne der Regierung gehen in die falsche Richtung.
Eine Rente mit 70 würde für viele Beschäftigte faktisch zu Rentenkürzungen führen. Die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren wäre ungerecht und gegen Altersarmut liefert die Bundesregierung bisher keine Antwort.
Es geht auch anders : eine starke, zukunftsfähige gesetzlichen Rentenversicherung ist möglich: mit einem dauerhaft stabilen Rentenniveau und steigenden Rentenniveau, einer stabilen Finanzierung ohne Börsenrisiken. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss sich auf eine gute Rente verlassen können. [dgb.de], [dgb.de]
Wir können uns die Rente nicht mehr leisten? Die Fakten!
Seit Jahren wird uns erzählt, die gesetzliche Rente werde wegen der steigenden Lebenserwartung unbezahlbar. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.
Zwischen 2005 und 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 26,3 Millionen auf 34,9 Millionen. Das ist ein Zuwachs von 8,6 Millionen Personen beziehungsweise 32,7 Prozent. Die Zahl der wesentlichen Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung ist damit innerhalb von gut zwei Jahrzehnten erheblich gewachsen. Mehr Beschäftigung, insbesondere von Frauen, Älteren und Zugewanderten, hat die Einnahmebasis der Rentenversicherung deutlich gestärkt.
Erstens: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt heute bei 18,6 Prozent. Ende der 1990er Jahre lag er noch bei 20,3 Prozent. Trotz einer deutlich höheren Zahl von Rentnerinnen und Rentnern zahlen Beschäftigte und Arbeitgeber heute also einen niedrigeren Beitragssatz als damals. [sozialpoli...aktuell.de], [bmas.de]
Zweitens sind auch die Rentenausgaben gemessen an der Wirtschaftsleistung nicht aus dem Ruder gelaufen. Während die Ausgaben 2009 noch 10,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betrugen, lagen sie zuletzt bei rund 9 Prozent.
Drittens: Der Bundeszuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung stieg zwar in Euro, aber sein Anteil an der Wirtschaftsleistung sank von 3,3 % des BIP (2009) auf 2,8 % (2022). [rvaktuell.de]
Fakt:
„Deutschland gibt heute einen geringeren Anteil seiner Wirtschaftsleistung für die gesetzliche Rente aus als vor 15 Jahren. Von einer unbezahlbaren Rente kann keine Rede sein.“ [rvaktuell.de], [sozialpoli...aktuell.de]
Deutschland kann sich gute Renten weiterhin leisten. Die entscheidende Frage ist nicht die Finanzierbarkeit, sondern die politische Prioritätensetzung.
Warum die Rentenpläne der Regierung falsch sind
Statt die gesetzliche Rente zu stärken, setzen viele Vorschläge auf längere Lebensarbeitszeiten, niedrigere Leistungen und mehr Kapitalmarktfinanzierung.
Für einige mag das auf dem Papier funktionieren. Für Beschäftigte in Schichtarbeit, jahrzehntelanger Nachtarbeit und belasteten Arbeitsbedingungen oder überlangen Arbeitszeiten wie oft in der Gastronomie sieht die Realität ganz anders aus. Viele erreichen bereits heute das reguläre Rentenalter nur unter großen gesundheitlichen Belastungen.
Wer früher in Rente gehen muss, erhält dauerhaft Abschläge. Diese betragen 0,3 Prozent pro Monat beziehungsweise 3,6 Prozent pro Jahr. Bei drei Jahren vorgezogenem Rentenbeginn verliert man dauerhaft 10,8 Prozent seiner Rente. Die Rente mit 70 wäre deshalb für viele Beschäftigte nichts anderes als eine versteckte Rentenkürzung. [deutsche-r...cherung.de], [deutsche-r...cherung.de]
Ebenso problematisch wäre die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Wer mit 16 oder 17 Jahren ins Berufsleben eingestiegen ist und über Jahrzehnte Beiträge gezahlt hat, hat sich einen abschlagsfreien Übergang in die Rente verdient. Die Anerkennung dieser Lebensleistung ist eine Frage der Gerechtigkeit.
Gleichzeitig geben die Vorschläge keine überzeugende Antwort auf die wachsende Gefahr von Altersarmut. Wenn das Rentenniveau sinkt, erhalten insbesondere Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen künftig weniger Rente. Gerade sie haben häufig nicht die Möglichkeit, die Verluste durch private Vorsorge auszugleichen.
Die stärkere Kapitaldeckung wird häufig als moderne Lösung dargestellt. Tatsächlich schafft sie neue Risiken.
Erstens: Ein Teil des Einkommens fließt verpflichtend in Kapitalanlagen und fehlt den Beschäftigten für den Lebensunterhalt sowie der Wirtschaft als Kaufkraft.
Zweitens: Die Kapitalrente ist nicht günstiger. Neben den laufenden Renten müssen zusätzlich Kapitalstöcke aufgebaut werden, was die Belastungen erhöhen kann.
Drittens: Die Alterssicherung wird von den Finanzmärkten abhängig. Börsencrashs und Krisen können die Renditen erheblich beeinträchtigen.
Viertens: Kapitalfonds verlangen hohe Renditen und erhöhen häufig den Druck auf Unternehmen, Kosten zu senken oder Arbeitsplätze abzubauen. Beschäftigte tragen damit indirekt die Risiken ihrer eigenen Altersvorsorge.
→ Eine sichere und nachhaltige Rente ist möglich!
Gewerkschaften stellen der Politik der Rentenkürzungen und der Börsenrisiken ein anderes Konzept entgegen. Deutschland ist heute wesentlich reicher ist als vor dreißig oder vierzig Jahren. Die Beschäftigten erwirtschaften durch technische Fortschritte, höhere Produktivität und ihre tägliche Arbeit mehr Wohlstand als jede Generation zuvor.
Deshalb geht es bei der Rentenfrage nicht in erster Linie um Demografie, sondern um Verteilung. Während Löhne, Produktivität und Vermögen wachsen, darf die Alterssicherung nicht geschwächt werden. Wer den Wohlstand erarbeitet, muss auch im Alter davon profitieren.
Wir setzen auf die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Rentenniveau soll dauerhaft gesichert und perspektivisch verbessert werden, damit die Menschen nach einem langen Arbeitsleben ihren Lebensstandard halten können. Die Finanzierung soll auf mehr Schultern verteilt werden, indem langfristig mehr Erwerbstätige in die Rentenversicherung einbezogen werden. Gleichzeitig sorgen gute Tarifverträge und steigende Löhne für höhere Beitragseinnahmen und eine stabile Finanzierung.
Auch gesamtgesellschaftliche Aufgaben müssen stärker aus Steuermitteln finanziert werden. Denn die Alterssicherung ist nicht nur Aufgabe der Beschäftigten, sondern der gesamten Gesellschaft.
Fazit
Deutschland ist nicht zu arm für gute Renten. Die Beschäftigten erwirtschaften Jahr für Jahr enorme Werte und sorgen dafür, dass die Wirtschaft wächst. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob wir uns gute Renten leisten können. Die entscheidende Frage lautet, ob der wachsende Wohlstand bei den Menschen ankommt oder ob immer größere Teile davon bei Vermögens- und Kapitaleinkommen verbleiben.
Eine starke gesetzliche Rente, die Lebensleistung anerkennt und vor Altersarmut schützt, ist finanzierbar. Sie ist vor allem eine Frage der politischen Prioritäten und einer gerechten Verteilung des erwirtschafteten Wohlstands.
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