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Warnstreik weitet sich aus - jetzt auch am Fude+Serrahn Standort Berlin-Spandau

Beschäftigten erhöhen den Druck auf den Milchprodukthersteller
4. März 2026

Nach dem gestrigen erfolgreichen Warnstreik in Gransee haben heute auch Beschäftigte der Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG erstmalig am Standort Berlin-Spandau die Arbeit niedergelegt. 

Über 30 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an dem mehrstündigen Warnstreik – die Beteiligung war damit ebenso stark wie am Vortag und genauso motiviert.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte zu dem Warnstreik aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen vom 18.02.2026 ohne Ergebnis geblieben waren. 

Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt Entgelterhöhungen von +2,7 % und +2,5 % bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Zuvor standen lediglich 2,2 % für ein Jahr im Raum.

Aus Sicht der NGG reicht das nicht aus. Die Lohnlücke zur Milchindustrie Ost beträgt aktuell rund 9 Prozent und würde sich ab Juli auf 12 Prozent vergrößern. Die Beschäftigten fordern daher eine Erhöhung aller Entgelte um +13 Prozent, mindestens jedoch 340 Euro.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass Beschäftigte für die gleiche Arbeit in derselben Branche deutlich weniger verdienen“, erklärt Verhandlungsführerin Manuela Scholz. 

Zudem erinnere man an die Vereinbarungen aus der Tarifrunde 2025, in der die Belegschaft angesichts der Auswirkungen der Maul- und Klauenseuche einen Kompromiss mitgetragen habe. Nun sei der Arbeitgeber in der Pflicht, einen Ausgleich zu schaffen.

Mit den Warnstreiks an beiden Standorten erhöhen die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeberseite, ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen und einen neuen Verhandlungstermin zu vereinbaren.



Hintergrund: Die Fude & Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG ist ein weltweit operierendes Produktions- und Handelsunternehmen für Milchprodukte. Zusätzlich zu eigenen Produktionsstandorten, u.a. in Berlin und Gransee werden die verschiedenen Rohstoffe im Werklohn zum End- oder Zwischenprodukt verarbeitet.

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