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Zweiter Streiktag bei Bad Brambacher

Beschäftigte erhöhen den Druck
27. Oktober 2026

Auch heute stehen die Beschäftigten des Getränkeherstellers Mineralwasser Bad Brambacher, Teil der Kulmbacher Gruppe, erneut vor den Werkstoren. Anlass ist der Abbruch der Tarifverhandlungen durch den Arbeitgeber am gestrigen Tag, ohne einen neuen Verhandlungstermin zu vereinbaren. 

Die 82 Beschäftigten am Standort stellen Mineralwasserprodukte und Erfrischungsgetränke her. Mit ihrer Beteiligung am zweiten Streiktag senden sie ein deutliches Signal: Die Beschäftigten wollen nicht länger bei den Einkommen abgehängt werden. Sie fordern eine faire Bezahlung und die Angleichung an das Lohnniveau anderer Mineralbrunnen sowie an Schwesterbetriebe innerhalb der Kulmbacher Gruppe.

Die Lohnunterschiede sind erheblich: Gegenüber Hassia Ost beträgt die Differenz im Ecklohn rund 480 Euro pro Monat. Im Vergleich zu Bad Liebenwerda liegt der Abstand bei über 400 Euro monatlich, obwohl dort eine kürzere Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden gilt. Innerhalb der Unternehmensgruppe verdienen Beschäftigte der Würzburger Getränkelogistik sogar 610 Euro pro Monat mehr.

Für die Beschäftigten ist deshalb klar: Die bestehende Lohnmauer muss eingerissen werden. Mit dem heutigen, zunächst auf zwölf Stunden angesetzten Streik erhöhen sie den Druck auf Arbeitgeber und Unternehmensgruppe.

Nun liegt der Ball bei Bad Brambacher und der Kulmbacher Gruppe: 

Wann kommt ein neues Angebot? Wann wird die nächste Verhandlung angesetzt?

Die Beschäftigten machen deutlich: Solange es keine Bewegung gibt, werden sie ihren Druck weiter erhöhen.

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